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Interview:

www.christiangartner.com:

Hallo Christian! Die Bundesliga-Saison 2010/2011 ist Geschichte. Der SV Mattersburg ist mit einem schweren Rucksack in die Rückrunde gestartet: Es wurde nur gegen den Abstieg gespielt. Kann das der Anspurch des SV Mattersburg sein?

 

Christian Gartner:

Nein die Ansprüche sollten wesentlich höher sein. Ein Platz unter den ersten 6 sollte für uns erreichbar sein.

 

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Begeben wir uns auf Ursachenforschung: Woran lag's?

 

Christian Gartner:

Es ist sicher auf den schlechten Saisonstart (Anm.: 5 Niederlagen) zurückzuführen. Wenn man einen guten Start hat, kann man viel mehr erreichen – siehe Innsbruck. Wenn man hinten dabei ist, spielt natürlich auch der Kopf eine große Rolle – ob man oben bleibt oder nicht.

 

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Wie schätzt du deine eigene Leistung ein?

 

Christian Gartner:

Dafür, dass es das erste richtige Jahr in der Bundesliga war, kann ich durchaus zufrieden sein. Ich habe mehrere Einsatzminuten bekommen, durfte das eine oder andere Mal von Beginn an ran und konnte gegen Wr. Neustadt mein erstes Bundesliga-Tor erzielen. Darauf bin ich stolz.

 

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Aktuell bist du ja U17-Nationalteamkapitän, leider wurde die EM-Quali verpasst. Wir würden gerne deine Meinung dazu hören.

 

Christian Gartner:

Wir haben die Qualifikation quasi mit dem ersten Spiel verloren, wo wir 50 Minuten lang die bessere Mannschaft waren, dann aber durch individuelle Fehler innerhalb einer Minute zwei Gegentore bekommen haben. Es ist sehr bitter, aber gegen den Europameister in der Quali zu scheitern ist keine Schande.

 

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Unser A-Team steckt in der Quali in der Krise, was würdest du ändern wenn du Teamchef wärst?

 

Christian Gartner:

Ich würde mehr gestandene Spieler in das A-Team berufen. Auf junge Spieler zu setzen finde ich toll, aber da geht es immerhin um eine ganze Nation und da kann man einige routinierte Spieler durchaus brauchen.

 

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Bist Du eher Realist (A-Team macht noch den einen oder anderen Punkt) oder Optimist (A-Team schafft es noch)?

 

Christian Gartner:

Eigentlich beides! Ich hoffe, dass es unser Team noch schafft, leider ist die Ausgangssituation nicht die Beste. Aber ich denke, dass noch einige Punkte eingefahren werden, sodass man auf unser Team stolz sein kann.

 

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Du hast sieben bis acht Mal Training in der Woche und die Wochenenden sind durch Auswärtsfahrten und Spiele natürlich schon im Voraus verplant. Gleichzeitig gehst du auch noch zur Schule in Mattersburg. Verrate uns, wie du den Tag länger machst!

 

Christian Gartner:

Um 7:15 Uhr ist Tagwache. Nach dem Frühstücken bin ich von 8:00 bis 9:25 in der Schule. Um 10:00 beginnt das erste Training des Tages. Danach drücke ich wieder bis 15:15 die Schulbank. Zwischendurch, so um halb 2, esse ich zu Mittag und um 16:00 Uhr beginnt das Nachmittagstraining. Nach dem Abendessen beginnt um 19:00 Uhr die Studierstunde und zur Primetime, quasi um 20:15, ist dann mein Tag zu Ende.

 

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Du wirst ja als größtes Fußballtalent im Burgenland gehandelt. Wo siehst du dich in 5 Jahren?

 

Christian Gartner:

In 5 Jahren? (denkend) … in einer der Top-5-Ligen in Europa! Momentan gebe ich alles dafür, den SV Mattersburg so gut wie es nur geht zu unterstützen und eine feste Größe zu werden. Außerdem hoffe ich irgendwann einmal den Sprung in die deutsche Bundesliga zu schaffen.

 

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Deine Stärken? Wo glaubst du noch Potenzial zu haben?

 

Christian Gartner:

Das Passspiel, der sogenannte tödliche Pass, der Spielaufbau und mein Auge sind meine Stärken. Potenzial hat man immer auch bei den Stärken, aber momentan sehe ich Kopfball, Sprungkraft die Athletik als ausbaufähig an.

 

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Zu guter letzt möchte ich dich noch fragen welche Vorbilder du hast und für welche(n) Verein(e) dein Herz schlägt?

 

Christian Gartner:

Mein Vorbild ist Xavi. Er ist ein intelligenter Spieler und spielt wie ich im Mittelfeld. Mein Herz schlägt für den FC Barcelona, da die Mannschaft einen sehr technisch versierten und offensiven Fußball spielt.

 

www.christiangartner.com:

Vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen dir alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft!

 

Christian Gartner:

Danke!

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