Profil

Biografie:

Am 3. April 1994 kam Christian als Sohn von Christa und Egon Gartner auf die Welt. Sein Vater Egon begeisterte einst mit seinem Torinstinkt die Anhänger vom FC Illmitz.

 

Auch sein Sohn Christian war schon im Kindesalter mit dem Ball per Du und deshalb meldeten ihn seine Eltern im Alter von sechs Jahren beim heimischen Fußballclub Illmitz an. Bei den Turnieren der Miniknaben stach er oft als auffälligster und torgefährlichster Spieler heraus. Als logische Folge nahm Christian dann ein Mal wöchentlich beim Fußballtalentetraining des Bezirkes Neusiedl am See teil.

 

Nach den vier Jahren in der Volksschule Illmitz wechselte er in das Gymnasium Neusiedl am See, wo er sich für die Klasse mit Schwerpunkt Sport meldete. Er spielte natürlich auch für das Schülerliga-Team des Gymnasiums und feierte einige beachtliche Erfolge. Parallel dazu trainierte er von der 1. bis 4. Klasse auch beim LAZ Neusiedl (Landesverbands-Ausbildungs-Zentrum). Durch diese gebotene intensive Fußballausbildung entwickelte er sich so rasant, dass seine gleichaltrigen Mitspieler beim FC Illmitz kein Prüfstein mehr waren und er deshalb immer öfter zu den Mannschaften mit älteren Jahrgängen hinaufgezogen wurde. Auch im LAZ war oft eine Klasse Unterschied zu seinen Teamkollegen und Gegnern zu bemerken.

 

Um sein vielversprechendes Talent zu forcieren, stieg er nach der Unterstufe in die Fußballakademie in Mattersburg um und war ab sofort Teil des BNZ Burgenland (Bundesnachwuchszentrum Burgenland). Wenn er die Freigabe vom BNZ bekam, konnte er auch für seinen Stammverein FC Illmitz mitwirken und kam dadurch 2009 zu insgesamt zwei Meisterschaftseinsätzen der Kampfmannschaft im jungen Alter von nur 15 Jahren. Ihm wurde auch die große Ehre zuteil, die Kapitänsschleife der österreichischen U16 und U17 Nationalmannschaften zu tragen.

 

Im Februar 2010 verpflichtete ihn der SV Mattersburg, wo er vorerst bei den Amateuren in der Regionalliga Ost zum Einsatz kam. Mit seinem guten Auge für den tödlichen Pass und seinen perfekten technischen Fähigkeiten fiel er auch dem Coach der Kampfmannschaft, Franz Lederer, auf. Am 13. Mai 2010 schien Gartner erstmals im Kader der Bundesligamannschaft auf. In der letzten Runde bei der 1:3-Niederlage gegen den SK Rapid Wien durfte Gartner im Alter von erst 16 Jahren und 41 Tagen sein Debüt in der höchsten österreichischen Spielklasse geben, als er in der 92. Minute für Thomas Wagner eingewechselt wurde. Im Sommer 2010 wurde Gartner aufgrund seines Talents von Trainer Franz Lederer fix in den Kader der ersten Mannschaft aufgenommen. Am 12. März 2011 feierte Christian Gartner gegen den SV Kapfenberg seinen Einstand in der Stammformation des SVM als zentraler Mittelfeldspieler und nur eine Woche später erzielte er im Auswärtsspiel gegen Wr. Neustadt sein erstes Tor zum Ausgleich zum 1:1, womit er zum jüngsten Mattersburger Bundesligatorschützen wurde.

Nach insgesamt 34 Einsätzen und drei Toren für die Profimannschaft des SV Mattersburg waagte Gartner im Sommer 2013 den nächsten Karriereschritt und wechselte zum deutschen Zweitligisten Fortuna Düsseldorf.

 

Nach einer harten Eingewöhungsphase und kleineren verletzungsbedingten Rückschlägen feierte er im November gegen Erzgebirge Aue sein Debüt und avancierte unter Coach Mike Büskens in kürzester Zeit zum Stammspieler.

Besonders emotional: Bei seiner Heimpremiere in der Düsseldorfer Esprit-Arena stand „Gati“ vor den Augen seiner ehemaligen Illmitzer Mannschaftskollegen über die volle Distanz am Feld und lieferte trotz der 0:2-Niederlage gegen den Karlsruher SC eine bärenstarke Leistung ab.

Nach der Entlassung von Mike Büskens übernahm Torwart-Trainer Oli Reck (vorerst) interimistisch das Kommando bei den Fortunen. Ein Umstand, der sich für Gartner als äußerst positiv herausstellen sollte. Der 20-Jährige bestätigte das in ihn gesetzte Vertrauen und war trotz seiner Jugend als Denker und Lenker mitverantworlich für den Erfolgslauf der Fortuna im Saisonfinish (17 Punkte aus den letzten sieben Spielen).

Seine starken Auftritte in der zweiten deutschen Bundesliga blieben auch in Österreich nicht unbemerkt: Im Mai 2014 wurde Gartner von Teamchef Werner Gregoritsch ins österreichische U21-Nationalteam einberufen, im Juni folgte sein Startelf-Debüt im Teamdress.

 

Am 30. August feiert Gati im Erzgebirge sein Startelfdebüt und steht beim 3:0-Sieg der Fortuna gegen Aue über die volle Distanz am Feld.

 

Am 8. Februar 2015 dann der Rückschlag: Christian Gartner verletzt sich im Meisterschaftsspiel gegen den Karlsruher SC kurz vor Ende der 1. Halbzeit. Eine Magnetresonanztomographie bestätigt den Verdacht auf einen Außenbandriss. Zwangspause: 4-6 Wochen.

 

Doch so schnell ging’s dann leider doch nicht: Erst fast ein Jahr später, am 7. Jänner 2016, ist Gati wieder richtig fit, um am Trainings- bzw. Vorbereitungsstart teilzunehmen.

 

Am 22.04.2016 ist Gati endlich wieder von Beginn weg dabei: Im Spiel gegen den St. Pauli leitet er das 1:0 ein und spielt beim Punktgewinn gegen die Hamburger bis zur 79. Minute eine entscheidende Rolle.

 

Die zuletzt gezeigten starken Leistungen führen schließlich am 25. Mai 2016  zur Vertragsverlängerung bei der Fortuna: Gati entscheidet sich für ein weiteres Jahr in Düsseldorf.

 

Doch die Verletzungsmisere will kein Ende nehmen: Am 23. August 2016 verletzt sich Gati im Testspiel. Diagnose: Fraktur des Schienbeinkopfes.

 

Erst fast vier Monate später – im November 2016 – kann er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. In seinem Comeback-Spiel in „der Zwoten“ trifft er gleich zum 1:0. Ein paar Tage später (06.12.2016) ist er gegen Aue zurück in der „Ersten“-Startelf und kann fast über die volle Distanz gehen.

 

Am 16. April 2017 ist es dann endlich soweit: Der Knoten ist geplatzt und Gati erzielt sein erstes Meisterschaftstor in der 2. Bundesliga beim Auswärtsspiel in Dresden (Endstand: 1:1) per Rechtsschuss. Gut einen Monat später lässt er es gleich noch einmal krachen, landet auch im letzten Meisterschaftsspiel gegen Aue einen Volltreffer und besiegelt so den 1:0-Sieg.

 

Am 3. Jänner 2018 schlägt Gati ein neues Kapitel auf: Er unterschreibt bis Sommer 2019 beim MSV Duisburg und wird bei den „Zebras“ fortan die Rückennummer 30 tragen.